Workshop für Nachwuchswissenschaftler im Bereich Menschenrechte

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Vom 8. bis 10. Juni 2015 fand an der Peter A. Allard School of Law ein einzigartiger Junior Scholar Workshop zum Thema Menschenrechte statt. Zu den Zielen des Workshops gehörte das Ziel, nicht-westliche Perspektiven besser in wissenschaftliche und aktivistische Diskurse und Forschungsagenden zu Menschenrechten einzubeziehen.

Wissenschaftler, die auf der ganzen Welt und in verschiedenen Bereichen des Rechtsstudiums arbeiten, packen aktiv das Konzept der „nichtstaatlichen Akteure“ aus und untersuchen, was eine Analyse des Nichtstaats für die Rechtswissenschaft bringt. Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf 'Recht und Menschenrechte: die Rolle des Staates und des Nichtstaats'beabsichtigte, das Konzept des Staates und des Nichtstaats in der Arbeit von acht jungen Rechtswissenschaftlern zu hinterfragen. Der Workshop bot eine kollegiale Gelegenheit, Zugang zu aufstrebenden Stipendien zu erhalten und diese zu stärken, die von außerhalb westlicher wissenschaftlicher Traditionen und Veranstaltungsorte stammen.

Diese transnationale Initiative zur Förderung der Rechtswissenschaft richtete sich speziell an Nachwuchswissenschaftler, die in Ländern des sogenannten globalen Südens arbeiten. Acht Nachwuchswissenschaftler wurden ausgewählt, um an diesem Workshop im Rahmen eines strengen internationalen Wettbewerbs teilzunehmen. Sie kamen aus dem Sudan, Indien, Tansania, Argentinien, Ghana, Kolumbien, Thailand und Äthiopien nach Vancouver. Zu ihnen gesellten sich Mitglieder der Fakultät der Allard School of Law und zwei hochrangige Wissenschaftler, die während des gesamten Workshops intellektuelle Inspiration lieferten, Professor Peter Fitzpatrick und Professor Stephen J. Toope.

Für die Workshop-Teilnehmer boten diese wenigen Tage in Vancouver einen Raum für kritische Erkundungen von Themen, die von innerstaatlichen Reaktionen auf Terrorismus bis hin zur Notwendigkeit, die lokale Bevölkerung im ausländischen Investitionsrecht unterzubringen, bis hin zu sexueller Gewalt reichen. Es gab Möglichkeiten, Methoden zu kritisieren, neue Literaturen zu entdecken und verschiedene Richtungen und Möglichkeiten für die Rechtswissenschaft zu erkunden. Der Workshop bot auch Raum für Diskussionen über die Herausforderungen der Kombination von wissenschaftlichen und aktivistischen Agenden beim Schutz der Menschenrechte.

Einige der am Workshop teilnehmenden Wissenschaftler haben ihre Überlegungen zu dieser Erfahrung geteilt, und wir halten den Workshop hier in ihren Worten fest:

Für Mohamed Abdelsalam Babiker war der Workshop von Natur aus einzigartig, da er Wissenschaftler aus dem globalen Süden mit UBC-Professoren zusammenbrachte, die wertvolle Kritik und Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit lieferten. Professor Babiker fügt hinzu, dass der Grad der intellektuellen Debatte während des Workshops einige der bestehenden Lücken zwischen Nord-Süd-Fachwissen und Wissen geschlossen hat und möglicherweise eine zukünftige Plattform für weitere wissenschaftliche Interaktionen bietet.

Nicolás Marcelo Perrone weist darauf hin, dass der Workshop eine fantastische Erfahrung war. Es war sehr inspirierend, die Arbeiten zwei Tage lang intensiv zu diskutieren, und es entstanden viele neue Ideen, wie er seine wissenschaftliche Arbeit verbessern kann. Die Möglichkeit, sowohl die Fakultät der UBC als auch den Rest der Nachwuchswissenschaftler zu treffen, war von unschätzbarem Wert und führte zu vielen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des fruchtbaren Gedankenaustauschs.

Für Pratiksha Baxi war es das produktive Feedback und ein durchdachtes Format, das einen einzigartigen epistemischen Raum erzeugte, der innerhalb der Grenzen einer juristischen Fakultät selten zu finden ist. Der Versuch, eine kritische Solidarität zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Orten herzustellen, die sich auf die Beziehung zwischen Recht, sozialem Leid und Rechten beziehen, war für sie eine große Lernerfahrung.

Nahuel Maisley argumentiert, dass das Format sehr eingehende Diskussionen ermöglichte und dass die Fakultät der Allard Law School (sowie zwei angesehene Gäste) großartige Arbeit geleistet haben, um die Papiere sehr gründlich zu kommentieren. Obwohl der Dialog aus sehr unterschiedlichen Kulturen stammte, war er nicht nur möglich, sondern auch sehr fruchtbar. Das internationale Menschenrechtsgesetz wurde zu einer Form von Lingua Franca, ein gemeinsamer Rahmen kosmopolitischer Überlegungen, an dem alle teilnehmen könnten.

Für Peace Medie bot der Workshop die einmalige Gelegenheit, ihre Arbeit mit Rechtsexperten zu diskutieren. Sie schätzt insbesondere die Tatsache, dass die Diskussionen die Zusammenhänge zwischen Recht, Menschenrechten und anderen gesellschaftspolitischen Fragen anerkannten und wiederum von diesen beeinflusst wurden.

Der Workshop für Nachwuchswissenschaftler war eine außergewöhnlich innovative Veranstaltung, die besonders für Hiruy Wubie Gebreegziabher hilfreich war. Für ihn ist die Tatsache, dass Nachwuchswissenschaftler immer noch die Möglichkeit haben, sich weiterhin mit UBC-Professoren zu vernetzen, ein Privileg. Die nachdenkliche Anwesenheit und der Rat der Professoren Stephen J. Toope und Professor Peter Fitzpatrick wurden von Hiruy als besonders wertvoller Aspekt dieser seltenen Erfahrung bezeichnet.

Die Organisatoren des Workshops danken dem Allard-Preis für internationale Integrität für seine intellektuelle Inspiration und seine finanzielle Unterstützung, die beide diesen Workshop ermöglicht haben.