Welttag gegen Menschenhandel

30. Juli 2015

Welttag gegen Menschenhandel

Zu jedem Zeitpunkt sind schätzungsweise 2.5 Millionen Menschen in der modernen Sklaverei gefangen. Männer, Frauen und Kinder fallen sowohl im Inland als auch im Ausland in die Hände von Menschenhändlern. Jedes Land der Welt ist vom Menschenhandel betroffen, sei es als Herkunfts-, Transit- oder Bestimmungsland für Opfer. Die Sklaverei, sowohl in ihrer alten als auch in ihrer modernen Form, ist nicht nur beschämend, sie ist, wie der Abolitionist John Wesley sagte, "die schreckliche Summe aller Villanies" und hat keinen Platz in unserer Welt.

Im Jahr 2010 verabschiedete die Generalversammlung den globalen Aktionsplan zur Bekämpfung des Menschenhandels und forderte die Regierungen weltweit auf, koordinierte und konsequente Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Geißel zu ergreifen. Der Plan sieht vor, den Kampf gegen den Menschenhandel in die umfassenderen Programme der Vereinten Nationen zu integrieren, um die Entwicklung zu fördern und die Sicherheit weltweit zu stärken. Eine der wichtigsten Bestimmungen des Plans ist die Einrichtung eines freiwilligen Treuhandfonds der Vereinten Nationen für Opfer des Menschenhandels, insbesondere für Frauen und Kinder.

2013 hielt die Generalversammlung eine hochrangige Sitzung ab, um den globalen Aktionsplan zu bewerten. Die Mitgliedstaaten haben ebenfalls eine Entschließung angenommen A / RES / 68 / 192 und bezeichnete den 30. Juli als Welttag gegen den Menschenhandel. In dieser Entschließung wurde erklärt, dass ein solcher Tag notwendig sei, um „das Bewusstsein für die Situation der Opfer des Menschenhandels zu schärfen und ihre Rechte zu fördern und zu schützen“.